Hubertus Heil (SPD) hatte sich beeilt. Nach nicht mal einhundert Tagen im Amt legte der Bundesarbeitsminister wie angekündigt seinen Gesetzentwurf zur Brückenteilzeit vor. Doch nun verlieren die Sozialdemokrat*innen die Geduld mit dem Koalitionspartner. Die Union blockiert den Entwurf anscheinend in der Ressortabstimmung. mehr...

Bild: FDP

Die FDP will eine offene innerparteiliche Debatte über eine Frauenquote starten. Das ist ein Ergebnis des 69.FDP-Bundesparteitages, der vergangenes Wochenende (12. bis 13. Mai) in Berlin stattfand. Ins Spiel brachte die Quote die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. Sie bezeichnete den gesunkenen Frauenanteil in ihrer Partei als „alarmierend“. mehr...

Bild: Heibel/FU der CDU

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Samstag (5.5.) auf der Jubiläumsveranstaltung zum 70-jährigen Bestehen der Frauenunion in Frankfurt am Main für eine bessere Frauenförderung in der CDU ausgesprochen. Die Frauen Union forderte in einer dort verabschiedeten Resolution unter anderem, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im neuen CDU-Grundsatzprogramm zu verankern. mehr...

Am Aktionstag, der Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse für Berufe begeistern soll, in denen vornehmlich das andere Geschlecht arbeitet, nehmen dieses Jahr 130.000 Jugendliche teil. Doch ein Blick auf die Berufswahl von Mädchen und Jungen unterstreicht die bekannte Trennlinie zwischen sozialen und technischen Berufen. mehr...

Aus dem ZWD Portal

zwd-POLITIKMAGAZIN, AUSGABE 394 IST VERFÜGBAR : Das Wort Femizide findet Eingang in den amtlichen Sprachgebrauch

Die Polizeiliche Kriminalstatistik erlebt einen Paradigmenwechsel: Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat anlässlich der Vorstellung einer Sonderauswertung der Kriminalstatistik klargestellt: "Wenn Männer Frauen töten, weil sie Frauen sind, dann ist es angemessen und auch notwendig, von 'Femizid' zu sprechen". Während der jahrzehntelangen Dominanz von CSU-Politikern an der Spitze des Bundesinnenministeriums wäre das undenkbar gewesen. mehr...

Bildquellen: Ausschnitt aus dem WZB-Film zum Jahreswechsel 2022/23

JAHRESWECHSEL 2022/2023 : Unsere Wünsche für 2023 - auch an unsere Leserinnen und Leser

Das zwd-POLITIKMAGAZIN wünscht allen Leserinnen und Lesern ein friedvolleres Jahr 2023. Wir erhoffen uns zum einen das Ende des Russland-Krieges gegen die Ukraine, zum anderen ein entschlosseneres Engagement der Weltgemeinschaft zugunsten des Kampfes gegen die Unterdrückung von Frauen - namentlich im Iran und in Afghanistan. Schließlich wünschen wir uns von den im G 20-Gipfel zusammengeschlossenen größten Industriestaaten die Bereitstellung von deutlich mehr Ressourcen zur Beseitigung der Armut - gerade auch der Bildungsarmut. Wir folgen damit in diesen drei Punkten auch den Ideen der Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), Prof.in Jutta Allmendinger. mehr...

ERNST DIETER ROSSMANN ÜBER DEN ATIONALEN BILDUNGSBERICHT : Die gläserne Decke lastet immer noch zu sehr auf dem Kindern und Jugendlichen

Kritisch-konstruktiv hat sich der SPD-Bildungsexperte Dr. Ernst Dieter Rossmann, in der letzten Legislaturperiode des (19.) Bundestages Vorsitzender des Bundestagsbildungsausschusses, mit dem Nationalen Bildungsbericht 2022 auseinander gesetzt. Der im Juni veröffentlichte neunte Bericht gehört nach Auffassung von Rossmann ins Zentrum der bildungspolitischen Debatten. Nicht nur der Bundestag, sondern auch die Länderparlamente sollten sich inensiv mit den 70 zentralen Ergebnissen und dem umfangreichen Datenmaterial auseinandersetzen. mehr...

25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen (Logo: UN Women Deutschland)

TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN / POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK : UN: Jede Stunde fünf Femizide - Bundesregierung übernimmt Begriff offiziell

Einen Tag vor dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hat die Bundesregierung erstmals den Begriff Femizide als Beschreibung für Tötungsdelikte gegenüber Frauen verwendet. Bundesinnenministerin Nancy Faeser: "Wenn Männer Frauen töten, weil sie Frauen sind, dann ist es angemessen und auch notwendig, von „Femizid“ zu sprechen. Die Vereinten Nationen und UN Women prangerten in einer am 24. November veröffentlichten Mitteilung an, dass pro Stunde durchschnittlich fünf Frauen und Mädchen von ihren Partnern oder Familienmitgliedern getötet werden. mehr...

Quelle: Wikipedia (Türkei verlässt Istanbulkonvention)

ISTANBUL-KONVENTION : Schutz von Frauen vor Gewalt gilt ab Februar 2023 künftig uneingeschränkt in Deutschland

Das Internationale Übereinkommens zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (kurz Istanbul-Konvention) wird ab Februar 2023 uneingeschränklt in Deutschland gelten. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung haben die Bundesminister:innen Lisa Paus (Frauen, Bündnisgrüne), Nancy Faeser (Innen, SPD) und Marco Buschmann (Justiz, FDP) am Freitag in Berlin veröffentlicht. mehr...

Hauptgebäude der Nationalen Akademie, Halle (Bild: NAdW)

NATIONALE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN LEOPOLDINA : Geschlechtergerechte Wissenschaft

Die Nationale Akademie der Wissenschaften LEOPOLDINA mahnt die Bundesländer, dem Beispiel von Nordrhein-Westfalen und der Leibnitz-Gesellschaft folgend, die Spitze zentraler Wissenschaftseinrichtungen mit mehr Frauen zu besetzen. Bisher sei die Wissenschaft nach wie vor männlich dominiert, heißt in der Stellungnahme, mit der die Akademie eine geschlechtergerechtere Wissenschaft anmahnt. mehr...

Bildrechte: Parité in den Parlamenten e.V.

KAMPAGNENSTART #PARITÄTJETZT! AM 22.09.2022 : Appell an den Bundestag: Jetzt eine gesetzliche Regelung für die Parität schaffen

Mehr als 40 überregionale Organisationen starten am 22. September eine bundesweite Kampagne zugunsten einer gesetzlichen Regelung zur Geschlechter-Parität in den Parlamenten. Die Initiative zielt auf die Beratungen der Wahlrechtskommission des Deutschen Bundestages, die sich am 29. September und 13. Oktober mit "verfassungskonformen Vorschlägen zur Verwirklichung der gleichberechtigten Repräsentanz von Frauen und Männern" im Bundesparlament beschäftigen wird. mehr...