Zur Geschichte der Gesellschaft Chancengleichheit e.V.
Die Gesellschaft Chancengleichheit e.V. ist 1986 von maßgeblichen Persönlichkeiten aus den Bereichen der Bildungs- und Wissenschaftspolitik sowie der Frauenpolitik gegründet worden (Registereintragung Januar 1987). Die Initiative dazu ging vom Herausgeber des "zwd" Holger H. Lührig aus, unterstützt maßgeblich von der damaligen ASF-Bundesvorsitzenden Inge Wettig-Danielmeier, die auch eine der beide Gründungsvorsitzenden wurde. Satzungsgemäß war für die Führung der Gesellschaft eine Doppelspitze vereinbart - lange bevor die Debatte die Politik erreichte.
Die Ziele und Aufgaben der Gesellschaft haben sich seit damals nicht verändert: Weiterhin steht im Vordergrund, das Thema Chancengleichheit auf allen gesellschaftlichen Ebenen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Schwerpunkte sind dabei die Gleichstellung von Männern und Frauen sowie die Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen. Die Gesellschaft fördert dazu die Herausgabe von Informationsmaterialien und deren Verbreitung, u.a. durch die Publikationen der zwd-Mediengruppe.
Ihre Aktivitäten finanziert die Gesellschaft, die als gemeinnütziger Verein vom Finanzamt Berlin-Mitte anerkannt ist, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Die Mitgliedschaft in der Gesellschaft beträgt jährlich 60 Euro, zuzüglich einer (obligatorischen) Spende zu Förderung der Vereinsprojekte in Höhe von mindestens 100 Euro.
Seit 1998 verstärkte die Gesellschaft ihre öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten. Im Jahr 1999 hat die Gesellschaft Chancengleichheit e.V. in Potsdam einen Kongress zur Bildungs- und Geschlechterpolitik unter dem Thema "Chancengleichheit - Leitthema für Politik und Gesellschaft im 21. Jahrhundert" veranstaltet. Kongressberichte und die Potsdamer Erklärung finden Sie auf den Seiten dieser Internetpräsenz.
Seit dem Jahre 2007 hat die Gesellschaft einen neuen Schwerpunkt gesetzt und die Förderung der digitalen Chancengleichheit in den Vordergrund gerückt. Mit Unterstützung der Gesellschaft Chancengleichheit e.V. konnten in den Jahre 2007 und 2008 in Potsdam zwei Landestagungen zum Thema "E-Learning in Brandenburg" bzw. "Lernen mit digitalen Medien" durchgeführt werden, deren Ergebnisse über Brandenburg hinaus Beachtung gefunden haben. Auch die Einrichtung der Plattform unter der Adresse http://www.bildungsnetz-brandenburg.de, die wichtige Ergebnisse der Landestagungen dokumentiert, ist von der Gesellschaft Chancengleichheit e.V. gefördert worden.
Die Mitgliederversammlung am 26. Mai 2009 hat neben den weiterhin gültigen Schwerpunkten "Chancengeichheit im Bildungswesen" und "Geschlechtergerechtigkeit" zwei weitere Themenschwerpunkte festgelegt:
- Teilhabe von älteren Menschen am gesellschaftlichen Leben nach der Erwerbsphase [u.a. wurde hierzu ein Arbeitspapier "Lernen im Alter" (nach der Erwerbsphase) erarbeitet (verfasst von den Mitgliedern. Ernst-Dieter Rossmann, Holger H. Lührig, Marion Lührig]
- Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit im Gesundheitswesen (Die zwd-Medien-GmbH hat mit Unterstützung der Gesellschaft mehrere Supplements unter dem Titel "FrauenGesundheit und Politik" veröffentlicht).
Die Mitgliederversammlung am 27. Juni 2011 hat einen neuen Vorstand gewählt und einen weiteren Schwerpunkt gesetzt.
- Chancengleichheit und kulturelle Teilhabe (Unterstützt wird diese Aufgabenstellung inzwischen durch das zwd-POLITIKMAGAZIN)
Im Januar 2014 betrauerte die Gesellschaft Chancengleichheit den Tod des Gründungsmitglieds und langjährigen Vorstandsmitgliedes Marion Lührig.
Im Juni 2017 wurde durch einstimmiges Mitgliedervotum die langjährige Göttinger Stadträtin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck zur neuen Sprecherin der Gesellschaft gewählt. Die übrigen Mitglieder des Vorstandes amtieren weiter.
Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Gesellschaft Chancengleichheit fand am 27.11.2017 eine Fachkonferenz unter dem Titel "Chancengleichheit 2025" statt.
Am 17. Mai 2022 veranstaltete die Gesellschaft Chancengleichheit ein Videomeeting im Rahmen der Themenreihe "Chancengleichheit 2030", in der die Zukunftsversprecher der Ampelkoalition den Ausgangspunkt bildeten. In der Veranstaltung standen folgende Themen im Mittelpunkt:
- "Chancengleichheit versus Chancengerechtigkeit",
- "Bildung im Wandel",
- "Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe im digitalen Zeitalter"
- "Bildungschancen global betrachtet"
Für die Vorstandsperiode 2022-2026 wurde im Rahmen der Themenreihe "Chancengleichheit 2030" das Thema "Chancengleichheit im Lebensverlauf" in den Mittelpunkt gerückt.
Am 4. Juli 2022 veranstaltete die Gesellschaft Chancengleichheit in einem Konferenzsaal des Deutschen Bundestages eine Videokonferenz mit Berlin-Präsenz mit Unterstützung des zwd-POLITIKMAGAZINs zum Thema "Geschlechtergerechtigkeit und Parität". Die Aufzeichnung der Videokonferenz ist im Netz verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=zHiflzRIPkA.
Um eine erneute Wahlrechtsreform mit Blick auf die regulär im Jahre 2029 stattfindende nächste Bundestagswahl ging es in einer Videokonferenz der Gesellschaft Chancengleichheit am 24. März 2026 im Haus der Bundespressekonferenz. Das Video ist im Netz verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=c6gujqDmPgY und das Skript dazu im zwd-POLITIKMAGAZIN (Ausgabe 2011). Im Verlaufe des Jahres 2026 wollen wir uns in einer weiteren hybriden Videokonferenz mit dem Thema "Gleichberechtigte Repräsentanz von Frauen und Männern in den Parlamenten" sowie mit der "Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre" beschäftigen.
Vorstand der Gesellschaft Chancengleichheit
Sprecherin: Dr. Dagmar Schlapeit-Beck (Göttingen)
Sprecher: Holger H. Lührig (Berlin)
Kooptiert als rechtspolitische Sprecherin: Renate Maltry (München)