Die Forderung nach gleichberechtigter Repräsentation von Frauen in den
Parlamenten muss aus der frauenpolitischen Ecke in die Mitte der
Gesellschaft getragen werden. Männer müssen sich die
gleichstellungspolitischen Postulate zu eigen machen. Das bedeutet, dass der Anspruch nach gleichberechtigter Teilhabe, den
bislang vor allem berechtigt Frauenorganisationen erhoben haben, zu
einem Thema wird, das nicht nur Frauen, sondern auch Männer angeht. Dazu werden wir im Herbst eine Kampagne starten, die vor allem die Repräsentanten des männlichen Geschlechts ansprechen wird.
Die Initiative zielt darauf, dass die Aufstellungspraxis nicht nur in den Landeslisten, sondern auch bei den Direktwahlkreisen so erfolgt, dass sehr viel mehr Frauen als bisher Mandate in den Parlamenten, allen voran der Bundestag, erhalten können. Den Ausgangspunkt der Kampagne bildete der 1. Wahlrechtsreform-Dialg der Gesellschaft Chancengleichheit im Zusammenwirken mit dem zwd-POLITIKMAGAZIN – als Beilage zum Download verfügbar.
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Es gilt nun, im Dialog mit Expert:innen die Rechtsgrundlagen zu konkretisieren und in die Debatte einzuführen. Dabei positioniert sich die Gesellschaft Chancengleichheit als Befürworterin sowohl von Grundgesetzergänzungen als auch für entsprechende einfachgesetzliche Regelungen. Wahlrechtsreform-Interessierte (Männer ebenso wie Frauen) laden wir ein, an dem Diskurs (online) mitzuwirken. Mehr dazu im zwd-POLITIKMAGAZIN, Ausgabe 412, und demnächst auf dieser Seite.